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Alpiq in: Switzerland
Alpiq Group

Story: 09.02.2018

Neues Leitsystem für SBB-Werk Olten

SBB

In der Nähe des Oltner Hauptbahnhofes verfügen die SBB über ein Kompetenzzentrum für Reparaturen und Revisionen an Reisezugwagen: das Werk Olten. Hier werden nicht nur Teile revidiert, sondern ganze Reisezugwagen erneuert. Für das neue Gebäudeleitsystem war Alpiq InTec zuständig.

Rund 850 Mitarbeitende und 30 Lernende sind auf dem imposanten, mehrere Gebäude umfassenden Gelände tätig. Hier werden jährlich rund 310 000 Komponenten aufgearbeitet, davon unter anderem 8000 Radsätze. Neben Wartungsstellen für mechanische und elektronische Komponenten verfügt man auch über eine Lackiererei und eine Klimakammer, in der Teile einem Härtetest unterzogen werden.

In die Jahre gekommen
Natürlich stellt ein derart grosser Betrieb hohe Anforderungen an die Gebäudetechnik: nicht nur an die Bereiche Heizung und Lüftung, sondern auch bezüglich Elektro, Luftdruck und Klima. Mehr und mehr zeigte sich, dass das bestehende Leitsystem veraltet war. Auch erwies es sich als zunehmend schwierig, Ersatzteile zu bekommen. So entschied sich SBB, die betreffenden Komponenten zu ersetzen.

Alpiq InTec kommt ins Spiel
Im September 2016 erhielt Alpiq InTec (AIT) den Zuschlag für das Projekt. «Die grösste Herausforderung bestand darin, dass der Ersatz des Systems bei laufendem Betrieb erfolgen musste», erzählt Patrick Weyer, Projektleiter bei AIT. Es galt, Unterbrüche in der Produktion so weit wie möglich zu verhindern, beispielsweise durch clevere Übergangslösungen. Das führte zu einigen Einsätzen an Wochenenden und Feiertagen.

SBB

Schritt für Schritt
«Wir gingen Schritt für Schritt vor und haben einen Schaltschrank nach dem anderen ausgetauscht», berichtet Weyer. Begonnen hat man mit vergleichsweise harmlosen Objekten, etwa einem Schrank, der die Lüftung eines Bürotraktes steuert. Dann kamen immer anspruchsvollere Aufgaben an die Reihe, am Schluss das Herzstück, die Fernleitung, die Heisswasserumformer sowie die gesamte Wärmeverteilung. «Das führte dazu, dass wir für die insgesamt 19 Schaltschränke und die zugehörigen 1800 Datenpunkte jedes Mal ein Go-Lvfe mit anschliessendem Debriefing hatten und Kinderkrankheiten im Ansatz beseitigen konnten.»

Produktivität erhöht
Das im September 2017 abgenommene Gesamtsystem bildet ein effizientes Informationssystem für die gesamte Anlage. Bei Störungen gibt es verschiedene Alarm-Prioritäten, die von einem E-Mail bis zu einem automatischen Sprachanruf an den Facility-Manager reichen. Als Nebeneffekt der Installationen erhält Letzterer im Übrigen eine Reihe von Hinweisen auf energetische Verbesserungsmöglichkeiten . Im laufenden Betrieb ermöglicht die moderne Leittechnik einen schnelleren Zugriff und somit eine effizientere Behebung von Problemen. Das führe zu einer höheren Verfügbarkeit und damit zu mehr Produktivität, heisst es von Seiten SBB.

Alpiq InTec als flexible Projektpartnerin
Auch übers Ganze gesehen zeigt sich der Kunde mehr als zufrieden mit der Leistung von AIT, insbesondere in Bezug auf deren Flexibilität.  Aus diesem Grund hofft AIT auch für weitere Projekte als Partnerin berücksichtigt zu werden. Beispielsweise  für eine neue, 5000 Quadratmeter grosse Halle, in der die SBB künftig auf drei Gleisen bis zu 150 Meter lange Züge instand halten wird.

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