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Story: 29.06.2016

Freie Fahrt dank KuMa: Erste elektronische Busspur in Zürich

Rechtzeitig ankommen im Bahnhof Hüntwangen-Wil: Dank der neuen Busbevorzugungsanlage von Kummler+Matter AG. 

Rechtzeitig ankommen im Bahnhof Hüntwangen-Wil ...

Im Stau steckengebliebene Postautos – verpasste S-Bahnen – verärgerte Kunden. Das war einmal, in Hüntwangen ZH. Kummler+Matter AG hat die erste elektronisch gesteuerte, intelligente Busspur im Kanton Zürich realisiert.

Seit Mitte Dezember 2015 wird der Busverkehr in Hüntwangen mit Hilfe der ersten elektronischen Busspur im Kanton Zürich geregelt. Diese ermöglicht es den Postautos, bei Stau die Gegenfahrbahn auf einer Länge von 220 Metern als Busspur zu nutzen. Kummler+Matter AG (KuMa) war massgebend an dem fortschrittlichen Projekt beteiligt, welches innert zwei Monaten umgesetzt wurde. Konkret war KuMa für alle Masten und Signale, die komplette Verkabelung sowie die Stauüberwachungs- und Busanmeldeschlaufen verantwortlich.

Rechtzeitig ankommen im Bahnhof Hüntwangen-Wil: Dank der neuen Busbevorzugungsanlage von Kummler+Matter AG.

... dank der neuen Busbevorzugungsanlage von Kummler+Matter AG.


Warum braucht Hüntwangen eine elektronische Busspur?

Hüntwangen ist eine beschauliche 1000-Seelen-Gemeinde im Zürcher Unterland. Der Pendlerverkehr zu Stosszeiten setzt Hüntwangen und den Nachbargemeinden jedoch schon seit Längerem zu. Diese Problematik betraf auch den Busverkehr: So konnten die Postauto-Kurse den Fahrplan bei hohem Verkehrsaufkommen unmöglich einhalten – und die Anschlüsse an die S-Bahn-Linien beim Bahnhof Hüntwangen-Wil nicht gewährleisten. Aus diesem Grund bewilligte der Regierungsrat einen Kredit über 1,35 Millionen Franken für eine elektronische Busspur. Diese umfasst neben den entsprechenden Lichtsignalanlagen auch 22 Stauüberwachungs- und Busanmeldeschlaufen, die in den Belag eingebaut wurden.


Wie funktioniert eine elektronische Busspur?

Auf der Bahnhofstrasse in Richtung Bahnhof Hüntwangen-Wil wurden in beiden Fahrtrichtungen im Abstand von etwa 20 Metern Lichtsignale aufgestellt. Die Ampeln schalten auf Rot, sobald ihnen die Sensoren im Bodenbelag Stau melden. Der Bus kann folglich auf die Gegenfahrbahn ausweichen und die stehende Autokolonne überholen. Auf dem Weg zum Bahnhof hat er nun freie Fahrt – die Strecke zwischen Signal und Kreisel bleibt nämlich frei, da der Stau zurückverlagert wird.

Eine innovative Lösung, die ganz dem energieeffizienten Nahverkehr im Rafzerfeld zu Gute kommt.



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